Urushi findet man nicht, Urushi findet einen. Urushi ein Wort mit vielen Bedeutungen und für das es keine gute Übersetzung gibt.
Zusammengefasst: Ein Lack den es schon seit Jahrtausenden gibt, der auch heute noch fast ohne Maschinen verarbeitet wird und sagenhafte Eigenschaften hat.
Erste Versuche an Schreibgeräten aus den Resten von Fassdauben ergaben unbeschreiblichen harten Glanz bei gleichzeitiger erstaunlicher Robustheit. Die Verarbeitung erfordert eine absolut staubfreie Umgebung und sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Damit ist das Badezimmer der ideale Ort für ein Urushi-Labor. Um die erforderlichen hohen Luftfeuchtigkeiten zu erreichen, trocknet der Urushi in einer eigens dafür angefertigten Feuchtkabine, im japanischen Furo (jap. 風呂) genannt



Urushi fordert eine Präzision die nur durch unendlich hohe Anzahl von Wiederholungen der
immer selben Arbeitsabläufe zu erreichen ist. Der Einstieg ist einfach, Suri-Urushi oder Fuki
Urushi, eine Wischtechnik mit der die Maserung auf das schönste herausgearbeitet wird. Aber dann will der Geist mehr, immer mehr, immer weiter eintauchen in die endlosen Tiefen
dieser glänzenden Oberflächen. Es ist ein langer Weg, ein sehr sehr langer Weg, aber jede Reise beginnt mit einem ersten Schritt.




