Glas – Rollup Technik

Das Glasfusing und auch das Pate de Verre haben beide den Nachteil dass große Hohlgefäße nur schwer bis gar nicht darstellbar sind. Dieses Gebiet blieb lange den Glasbläsern vorbehalten.

Auch hier war Klaus Moje Vorreiter um diese Lücke zu füllen. Zusammen mit dem Glasbläser Dante Marioni entwickelte er ein Verfahren um gefuste Glasplatten zu Gefäßen aufzurollen. Der Wertheimer Glas-Artist Hans-Joachim Ittig hat diese Technik von Klaus Moje übernommen und weiter verbessert.

Hier eine Collage aus einigen Roll-up Sessions.

Startpunkt sind gefuste Platten aus meiner Werkstatt, die habe ich gereinigt und über Nacht auf eine Temperatur kurz vor dem Erweichungspunkt gebracht.

An eine Glasmacherpfeife wird ein Ring aus fast flüssigem Glas angebracht, der Umfang dieses Rings muss der exakt Kantenlänge der Platte entsprechen. Hier auf dem Foto mache ich das einmal selbst, meistens hat diesen kniffligen Schritt der Glasmacher ausgeführt.

An diesen Ring wird nun die weiche gefuste Glasplatte geheftet. Dies muss sehr schnell und sehr genau ausgeführt werden, hier wird die Erfahrung und das Können eines Glasbläsers benötigt.

Nun muss ebenfalls sehr schnell die Naht geschlossen werden.

Die Naht und die Oberfläche wird egalisiert – gewulgert. Schweißtreibende Angelegenheit wie man unschwer erkennen kann.

Zwischendrin geht es immer wieder mal in die Gloryhole, damit das Glas nicht zu kalt wird

Ab diesem Abschnitt wird das an der Pfeife hängende Glas wie ein herkömmliches mundgeblasenes Glas weiter verarbeitet

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner
×